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Mittwoch, August 02, 2006

Demos und Frieden

Es erscheint absurd zu sein, dass da Menschen scheinbar für den Frieden demonstrieren, gleichzeitig aber skandieren sie wünschen Israel den Tod. In den Nachrichten wurde das freilich nicht gezeigt, aber bei „Jüdisches Berlin” wurde genau das schon am Sonntag angemerkt:
Das Regionalfernsehen war da schon genauer und ließ in der Abendschau wissen, daß anti-israelische Parolen gebrüllt wurden und "Tod Israel" skandiert wurde. von hier
Bevor ich das wieder vergesse: Die Mutterseite des Jüdisches Berlin-Blogs ist die Seite „Jüdisches Berlin”. Wer also mehr über das Judentum in Berlin erfahren möchte, der ist hier gut aufgehoben und kann sich auch Führungen durch das jüdische Berlin anschließen. Aber das nur am Rande.

In Berlin wurden offenbar auch Bilder von Nasrallah gezeigt und der Sieg der Hisbollah gewünscht. Sieg bedeutet in diesem Zusammenhang übrigens die Vernichtung Israels! Das ist das erklärte Ziel dieser Organisation und dabei handelt es sich nicht nur um rhetorische Spielche. Das wird in der westlichen Welt gerne vergessen.
Hintergrund ist eine Demonstration von Anhängern der radikalen Hisbollah in Berlin. Dabei hatten am Samstag mehr als 2000 Palästinenser und Libanesen gegen Israel demonstriert. An der Spitze des Demonstrationszugs wurde ein Porträt des Chefs der Schiiten-Organisation, Hassan Nasrallah, mit dem Schriftzug «Wir sind stolz auf dich» getragen. Weitere Demonstranten zeigten ebenfalls Fotos des Hisbollah-Chefs. Immer wieder riefen Gruppen von Demonstranten in Sprechchören «Tod Israel» und «Hisbollah bis zum Sieg». von hier
In Köln gab es am Wochenende eine Pro-Israel-Demo. Ein Video findet Ihr hier:

1 Kommentare:

Anonymous Juebe meint...

Berliner Morgenpost vom 2. August 2006:

"Auch in den kommenden Tagen sei mit Demonstrationen von Hisbollah-Anhängern in Berlin zu rechnen. Um mögliche volksverhetzende Ausfälle gegen Israel strafrechtlich verfolgen zu können, so Körting, hätten die Sicherheitsbehörden "sprachkundige Mitarbeiter vor Ort, die so etwas genau beobachten". Jede Werbung für Hisbollah sei auf Demonstrationen ab sofort strikt untersagt. Dazu zählt auch das Zeigen von Porträts des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah. Körting: "Die Hisbollah steht für die Vernichtung Israels. Wer das fordert, bewegt sich nicht mehr im Rahmen der Meinungsfreiheit."
http://www.morgenpost.de/content/2006/08/02/berlin/845025.html

Die Auflagen, die Demonstranten bekommen, sind sehr detailliert. "Tod Israel" ist eine legitime Äußerung, aber "Tod den Israelis" nicht.

5:52 vorm.  

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