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Montag, Juni 12, 2006

Israel als neuer BinLaden?

DIE Neuentdeckung jüdischer Magazine in dieser Hälfte des Jahres ist für mich „Guilt and Pleasure”; ein Magazin, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, dass „Juden mehr reden”. „Guilt and Pleasure” ist daher seit einigen Tagen mein Begleiter für die U-Bahn. In der aktuellen Ausgabe ist unter anderem auch ein Bericht über die Neturej Karta (die auch in diesem Blog schon Thema war) . Hier ist der Bericht online zu lesen. Er gibt einen ganz guten Eindruck von den verworrenen Strukturen der verschiedenen antiisraelischen Gruppierungen. Im letzten Viertel stieß ich jedoch auf folgenden Abschnitt:

“The state of Israel is the new bin Laden,” says Rabbi Dov Wolpe, a prominent Chabad Lubavitch rabbi who organized a rally in November in support of the displaced Gaza settlers titled “We Will Not Forgive and We Will Not Forget.” This is strong stuff for Lubavitch, a group that has for decades been perceived as the Hasidic faction most sympathetic to Zionism. Wolpe now echoes Neturai Karta in calling Zionism a false messiah. “Belief in the false messiah is preventing the real messiah from coming,” he says.
Schockierend wäre das, wenn nun auch noch so eine einflußreiche Gruppierung antiisraelisch tätig werden würde. Im Netz konnte ich aber keine weiteren Infos dazu finden. Zu Rabbi Wolpe ebenfalls nicht.
Zurück zum „Guilt and Pleasure” Magzin: Grandiose Artikel und eine Menge Stoff, um tatsächlich darüber zu reden. Die Website gibt auch gleich eine Anleitung mit auf den Weg, wie man einen eigenen „Salon” auf die Beine stellt- hier.

2 Kommentare:

Blogger The Jewropean meint...

Tatsache ist, dass Wolpe sich in der "orangenen" Bewegung dadaurch hervortat, zu behaupten, der Rückzug aus dem Gazastreifen sie nicht nur ein Verrat der Regierung an der Heiligkeit des Landes, sondern ein Beweis für die G'ttlosigkeit des Staates an sich. Praktische Implikationen hat das bisher nicht, ausser dem Aufruf, "reshis tzmichas geulaseinu" nicht zu beten. Eine innere Abwendung der bisherigen religiösen Zionisten vom Staat ist aber zu bemerken und ich sehe Wolpe als Triebkraft darin. Mittel- bis langfristig sehe ich die Gefahr, dass charejdim und datim leumim sich zu einer Bewegung für die Theokratie zusammenfinden.

Da hilft nur eine radikale Stärkung der Demokratie. Zum Beispiel sollte das noch bestehende gesetzliche Chometzverbot abgeschafft werden, und stattdessen eine Kennzeichnungspflicht koscher/treif für alle Lebensmittel und Restaurants eingeführt werden, im Sinne des Verbraucherschutzes. McDonalds ist da mit seiner unterschiedlichen Farbgebung für koschere und nicht-koschere Filialen vorbildlich.

Jedenfalls gewinnt der Satz "We want to be like Paris, London, and New York, not Teheran!" wieder an Aktualität. Und da sage noch einer (bei Polylux), Chabad sei unpolitisch...

1:15 nachm.  
Blogger Chajm meint...

Vielleicht verstehen sich die Akteure ja auch als unpolitisch; ist das doch alles für sie Religion bzw. Halachah...

9:30 vorm.  

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