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Donnerstag, März 09, 2006

Wahlen zum Kongress der Zionistischen Weltorganisation

auch in Deutschland! Die beiden nichtorthodoxen zionistischen Organisationen „Arzenu” (von der Union für Progressives Judentum) und „Mercaz” (Masorti) werben deshalb um Wählerstimmen.
Arzenu informiert darüber, wie eigentlich gewählt wird:
  • Jede Jüdin und jeder Jude, die/der ihren/seinen Wohnsitz in Deutschland hat, und zum Stichtag 18. Juni 2006 18. Jahre und älter ist, darf an der Wahl teilnehmen. Dabei ist unwichtig, ob man Mitglied einer liberalen, konservativen oder Einheitsgemeinde ist. Auch wenn man kein Mitglied einer jüdischen Gemeinde ist, hat man das Recht, als Jüdin oder Jude die Delegierten mitzuwählen.
  • Für die Wahlen kann man sich ab sofort bis zum 19. März registrieren.
  • Die Delegiertenwahlen selbst finden in Deutschland in der Zeit vom 05. März bis einschließlich zum 29. März 2006 statt. Registrierungen auf dem schriftlichem Weg nur bis zum 17. März möglich, die Frist für die Briefwahl endet am 27. März.
  • Während der Wahlperiode wird es bundesweit Wahllokale geben, in denen man seine Stimme auch persönlich abgeben kann. Unter anderem am 19. März in Hannover. Wahlorte und Termine erhalten registrierte Wähler mit den Wahlunterlagen.
  • Für die Wahl wird eine Gebühr eroben, die zur Deckung der Kosten dringend benötigt wird. Überschüsse, die eventuell entstehen können, werden an die jüdischen Nationalfonds KKL und KH gespendet. Die Gebühr beträgt 11,- Euro (für Studenten und ALG/II-Empfänger 5,- Euro) und wird durch die ZOD eingezogen.
  • Für die Durchführung der Wahl ist die sogenannte Gebietswahlkommission (AEC) verantwortlich (www.zod-info.de). Das AEC führt für die WZO die Wahlen in Deutschland durch. Dem AEC gehören alle Zionstischen Organisationen an, die gemäß den Bestimmungen der WZO an der Wahl teilnehmen dürfen. In Deutschland sind das neben der ZOD, arzenu und Mercaz auch die ZJD (Avoda).
Die Kandidaten beider Organisationen kann man sich online auf den jeweiligen Seiten anschauen.

2 Kommentare:

Blogger The Jewropean meint...

Hallo Chajm,

Gibt es da dann überhaupt orthodoxe Kandidaten? Von den vier von dir genannten Organisationen scheinen mir ja zwei heterodox (Arzenu und Mercaz) und zwei nicht-religiös (ZOD und ZJD) zu sein.

Und wie können die bei der Wahl eigentlich sicherstellen, dass nur Juden wählen? Von dem Formular her sieht mir das nach dem Ehrenwort-Prinzip aus. Das mag paranoid klingen, aber besteht da nicht die Möglichkeit, dass irgendwelche freikirchlichen Israel"freunde" da in ihrem Sinne mitwählen?

7:28 vorm.  
Anonymous Adrian meint...

Shalom Jewropean,

zu 1.: Mizrachi (orthodox-zionistisch) wird wahrscheinlich mit einer eigenen Liste antreten.

zu 2.: Es gilt tatsächlich das "Ehrenwort"-Prinzip. Dies sieht die WZO in ihren Bestimmungen so vor. Eine Überprüfung ist zudem auch schwer möglich, ist doch sicher ein gutes Drittel der in Deutschland lebenden Juden nicht in Gemeinden organisiert. Zudem fasst die WZO die "Zugehörigkeit" wesentlich weiter, ähnlich den Bedingungen für eine Alijah. Und damit würde sich schlussendlich das Problem stellen, dass jemand entscheiden muss, wer überhaupt jüdisch ist und wer nicht.

Für arzenu war es sehr wichtig, offene Wahlen zu erreichen und damit erstmals zu ermöglichen, dass alle Juden in Deutschland wählen können. Dieser "Kampf" hat einige Monate gedauert und es ging natürlich genau um den Punkt "wer ist Jude". Dass eventuell "Freikirchler" mitwählen, ist eine Konsequenz, mit der wir leben müssen, wenn wir ein offenes, demokratisches System haben wollen.

Aber, und das ist auch wichtig: Sie können weder Kandidaten stellen, noch die Listenaufstellungen beeinflussen (das machen ja die Organisationen und diese sind nur offen für Jüdinnen und Juden) und wenn sich genügend "Juden" an der Wahl beteiligen, können sie auch nicht das Ergebnis nachhaltig beeinflussen. In diesem Sinne: WÄHLEN GEHEN!

Purim Sameach

11:47 vorm.  

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