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Donnerstag, März 30, 2006

Schon wieder antizionistische „Orthodoxe”

Der Wiener „Oberrabbiner” Rabbi Friedmann war wohl auch in Teheran und faselte dort, was das Regime hören wollte. Klar, dass die Sympathisanten und Freunde des Antizionismus das gerne wiedergeben:
Rede von Rabbi Friedman bei der Int. Conference Esfahan Iran: "Wir orthodoxe antizionistische Juden sind die ersten Opfer des Holocaust und haben das größte Interesse daran, daß die Tabuisierung des Holocausts und seine politische Ausschlachtung zu Ende geht und die wahren Hintergründe des Holocausts vor der Weltöffentlichkeit ausgeleuchtet werden. Dann wird sich zeigen, daß die Zionisten einen großen Teil der Verantwortung für den Holocaust tragen, daß sie nicht nur nicht versucht haben, ihn zu verhindern, sondern ihn im Gegenteil sogar provoziert haben und selbst das größte Interesse an dem Massenmord an dem frommen osteuropäischen Judentum hatten. Damit wurde der vom glaubenstreuen Judentum getragene Widerstand gegen die Errichtung des Staates Israel gebrochen, damit wurde vor der Weltöffentlichkeit die moralische Legitimation für die Gründung dieses Staates erreicht und sogar die Duldung der Weltöffentlichkeit, was die Vertreibungsmaßnahmen gegenüber den Palästinensern betrifft."

4 Kommentare:

Blogger ElisabethBG meint...

Ich überlege, wieso gerade jetzt so oft Rabbiner in einem antizionistischen Zusammenhang in Erscheining treten. Ist das von ihnen gewollt? Von der Presse? Von Organisationen? Welche Zwecke werden verfolgt? Soll die nicht judenfreundliche Öffentlichkeit davon überzeugt werden, daß es auch "gute" Juden gibt? Eigentlich müssten diese "weisen" Männer wissen, das das noch nie genutzt hat. Also eigene Verbohrtheit? Vielleicht kann mich jemand aufklären.

3:36 nachm.  
Anonymous Wille meint...

Gott sei Dank ist Friedman nicht der Oberrabbiner von Wien, sondern Rabbiner Paul Eisenberg. Friedman wird in Wien nicht mal wahrgenommen.
Er ist ein sogenannter Ultraorthodoxer Jude. Diese Leute die im jüdischen Spektrum verschwindend klein sind, lehnen den Staat Israel ab. Nach ihrer "Auslegung" der Thora, darf der Staat Israel erst NACH Kommen des Messias, auf dem die Juden warten, gegründet werden und nicht vorher.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass es einen Staat Israel gibt und halte mit die Zionisten.

5:15 nachm.  
Blogger ElisabethBG meint...

Jetzt verstehe ich erst, warum sie mir noch nicht aufgefallen sind. Einige aus der orthodoxen Richtung sind ja sehr engagiert und machen viele Dinge. Ich habe aber noch nichts konkret Antizionistsiches gehört. Nur beobachtet, daß sie ihre strenge Richtung durchziehen wo und wie sie es nur können, siehe Mönchengladbach. Dann will ich mal bei der nächsten Gelegenheit lauschen, ob der Segen über den Staat Israel gesprochen wird.

8:11 nachm.  
Blogger The Jewropean meint...

Mit Verlaub, aber dieser Friedman hat einen Knall. Wenn ich mich recht entsinne, wurde er auch für unzurechnungsfähig erklärt. Während beispielsweise Ben Gurion tatsächlich von den Nazis angeboten wurde, mehr Juden "freizukaufen", was ja äusserst pervers ist, lehnte dieser ab, weil er nicht den finanziellen Zusammenbruch des Yishuv riskieren wollte. Es ist aber natürlich Quatsch zu behaupten, die Zionisten seien "hauptsächlich am Holocaust schuld". Interessant auch: Friedman ist schön oft bei Veranstaltungen der FPÖ aufgetreten.
Wieso gerade jetzt Antizionisten in Erscheinung treten? Als "Alibijuden"...

Der Segen, ich nehme an, du meinst "barech es medinas yisroel" oder gar "reishis tzmichas geulaseinu", ist gar nicht so allgemein üblich. Viele, die zwar Israel politisch unterstützen, dem Staat aber keine religiöse Heilsrolle zuschreiben, sagen das auch nicht, zum Beispiel auch Chabad betet für "eretz yisroel" statt "medinas". Richtig interessant wird es aber, wenn für Abbas oder die PLO gebetet wird, was, wie ich gehört habe, zumindest die in Israel lebenden Neturei Karta-ler tun.

9:40 vorm.  

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