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Freitag, März 10, 2006

Rabbiner besuchen den Iran

Rabbiner der antizionistischen Neturej Karta besuchten kürzlich den Iran und trafen Regierungsvertreter.
“We have just come to visit Iran in order to show to the world public opinion that the West’s propaganda so implying that Iran is anti-Jewish and anti-Semitic is all a lie and that Jews are living along their Iranian brothers peacefully.”
Solchen Besuch empfängt man dort gern, kann man sich doch mit den Rabbinern brüsten und sein politisches Programm weiter fahren. Nur ist die „Neturej Karta” keine besonders beliebte jüdische Organisation, ist sie doch gegen den Staat Israel. Die meisten Anhänger hat sie in den USA. In Deutschland ist angeblich nur ein Rabbiner Anhänger dieser Ideologie, er baut gerade die Gemeinde Mönchengladbach in eine Bastion der Ultraorthodoxie aus.
Siehe hier: Bericht von der Neturej Karta

8 Kommentare:

Anonymous Anonym meint...

Danke für die Information. Wenn das "Augebliche" stimmt, verstehe ich die Veränderungen in Mönchengladbach. Eine ursprünglich konservative Gemeinde wandelte sich innerhalb einiger Wochen in ein Bethaus nach dem Muster orthodoxer Gemeinden. Mechizze selbstverständlich, Frauen tragen weiße Kopftücher, die koschere vegetarische Küche ist nicht mehr gut genug (warum sollte der Rabbiner sonst beim Kiddusch nur Äpfel essen?) Bei meinem letzten Besuch hatte ich den Eindruck, ich sitze in einem Musical. Kein Vorwurf, sicherlich. Aber die meisten Mitglieder leben nicht nach den Vorschriften, Kaschrut ist Fremdwort und dann mutet so ein Verhalten doch merkwürdig an.
Als nicht-russichsprechender Gast mit nur ausreichenden Hebräischkenntnissen habe ich keine Unterstützung beim Auffinden der richtigen Seiten bekommen, die Seitenansagen richteten sich ausschließlich nach dem russischen Machsor. Der Rabbiner (weil er doch so jung und nett ist und russisch spricht) hat einen sehr starken Einfluß auf die Mitglieder. Die "orthodoxe Fraktion" bestimmt was richtig ist, Koscheres kann man angeblich nur in ausgesuchten Geschäften in Antwerpen bekommen, usw. Oje Herr Hecht s.A, armer David Boms s.A. (die früheren Vorsitzenden)wenn Ihr das wüsstet!

Elisabeth

1:07 nachm.  
Blogger Lipman meint...

Chajm, do you have an available e-mail address?

2:18 nachm.  
Blogger Chajm meint...

Of course I have - just look into "View my complete profile" and click on my mailadress...

2:25 nachm.  
Blogger The Jewropean meint...

Also obwohl ich bekennender Nicht-Zionist bin, distanziere ich mich aufs Schärfste von diesen Spinnern. Wer offen mit Terororganisationen wie der Hisbolla sympathisiert, hat im Judentum keinen Platz. Sogar Satmar hat sich schon von denen distanziert.

Na schau mer mal, ob der in Mönchengladbach ein paar Baalei Teshuva macht. Vielleicht wird er aber auch für geisteskrank erklärt, wie sein Kollege Friedman in Wien.

11:02 nachm.  
Blogger Chajm meint...

Ich sehe da einen kleinen Unterschied zwischen „Nicht-Zionisten” und Anti-Zionisten. Es ist ein Unterschied, ob Du Dir wünschst, dass der Staat mit seinen sechs Millionen Einwohnern untergeht bzw. vernichtet wird, oder ob Du die Einwanderung und den Aufbau nicht befürwortest...
Für Gemeinden, die von einem Tag auf den anderen auf Super-schmuper-Orthodox umgestellt werden sehe ich eigentlich kein Potential. Wenn die Leute aus Überzeugung etwas wollen: OK-Super. Wenn jemand kommt und alles ändert und daraus ein Purim-Spiel macht, dann ist das etwas anderes... so denke ich jedenfalls...

3:54 nachm.  
Blogger The Jewropean meint...

Ich bin nicht-Zionist in dem Sinne, als dass ich an dem staat nichts Heiliges sehe und es auch nicht notwendig finde, dass alle jetzt sofort oder allgemein vor dem Kommen des Messias dort hingehen.

Neturei Karta ist antizionistisch und ist auch bereit mit Neonazis und islamischen Terrorgruppen zusammenzuarbeiten, um den Staat Israel abzuschaffen. Das ist so inakzeptabel, dass sie sich damit aus dem jüdischen Volk ausschliessen und zu "rodfim" werden. Auch die antizionistischen Satmarer, die selbst die Existenz eines jüdischen Staates ablehnen, und stattdessen ein UNO-Mandat für das heilige Land wollen, haben Neturei Karta aufs Schärfste verurteilt.

PS: Zu Krelin habe ich dir eine E-Mail zukommen lassen.

6:07 nachm.  
Blogger Chajm meint...

... habe leider (noch) keine Mail erhalten... :-( Für alle Fälle nochmal:
chajm.guski@gmail.com

8:13 nachm.  
Anonymous Anonym meint...

Das mit den Juden aus Russland ist wahrscheinlich so ähnlich wie mit jedem Christen, der nur zu Heiligabend eine Kirche aufsucht. Wenn man nur einmal im Jahr in die Kirche geht, dann möchte man auch die volle Packung. Eine gewaltige Orgel, viel Gesang vom Chor und eine Menge Weihrauch. Von Andacht und Mitsingen/-beten natürlich keine Spur! Warum sollten die russischen Juden besser sein?

11:00 vorm.  

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