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Mittwoch, März 08, 2006

Helmut Kohl stimmt Ahmadinejad zu

...behauptet jedenfalls die iranische Presse:
'Former German Chancellor Helmut Kohl reportedly told Iranian businessmen in Germany that he agreed with statements by Iranian President Mahmoud Ahmadinejad that the Holocaust was a “myth”, the semi-official Jomhouri Islami reported on Monday.
The government-owned daily wrote that at a dinner gala with Iranian hoteliers and entrepreneurs, Kohl said that he “heartily agreed” with Ahmadinejad’s remarks about the Holocaust.

“What Ahmadinejad said about the Holocaust was in our bosoms”, the former German chancellor was quoted as saying. “For years we wanted to say this, but we did not have the courage to speak out”.
Leon de Winter (in seinem Blog:The Free West ) fand dieses Zitat und glaubt es (natürlich) nicht. Übrigens erhielt de Winter am vergangenen Sonntag die Buber-Rosenzweig-Medaille vom deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Ich kann es mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass ausgerechnet „Über-das-Ziel-hinaus-Schiesser” Henryk Broder in der Jüdischen Allgemeinen gratuliert. Die beiden scheinen Freunde zu sein... Zurück zur Gratulation. In Lizas Welt fand ich den Text auch online:
Ich fürchte nur eines. Bei der Verleihung am Sonntag wird mal wieder die Rede von der Bedeutung des „interkulturellen Dialogs“ und der Notwendigkeit von „Toleranz“ die Rede sein. Als dein Bewunderer, dein Freund und dein Hausmeister bitte ich dich, dich diesem Ritual zu verweigern und von der Sinnlosigkeit des „Dialogs“ unter den geltenden Umständen und von der Notwendigkeit von Intoleranz zu sprechen. Der Dialog der Kulturen ist nur ein Synonym für die Kapitulation vor der Gewalt der Straße, und Toleranz kann in diesem Kontext nur heißen: Wir sind nett zu jenen, die uns nach dem Leben trachten. [...]
Der „Dialog“ und die „Toleranz“ haben dazu geführt, daß wir heute in der Zeit vor Voltaire angekommen sind, als Gotteslästerung und Majestätsbeleidigung schwere Verbrechen waren. Vorige Woche wurde in einer westfälischen Kleinstadt ein Mann zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt, weil er das Wort „Koran“ auf ein paar Blätter Toilettenpapier gedruckt hatte. Ein geschmackloser Scherz, nicht mehr, und eine Bagatelle, verglichen mit den Gewaltakten, die im Namen des Koran beinah täglich verübt werden. Aber der Staatsanwalt und das Gericht hängten sich sehr weit aus dem Fenster des zuständigen Amtsgerichts, um ein Exempel der Abschreckung und des Wohlverhaltens zu statuieren. Ein Jahr mit Bewährung! Mehr bekommen normalerweise auch Hooligans nicht, die Ausländer aus Langeweile zusammenschlagen.
Wenn jemand Torah auf sein Klopapier schriebe und es verteilen würde, dann würde doch sicher auch Herr Broder aufregen. Ich vermute, dass Leon de Winter das differenzierter darstellen würde. Übrigens läuft bald SuperTex im TV...