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Montag, März 06, 2006

Bagels sind irgendwie jüdisch - oder wie?

Heute fand ich die Internetpräsenz von „Salomon Bagels” im Internet. „Salomon Bagels” ist eine Firma in Berlin die ganz gutes Geld mit Bagels verdient. Für mich entsteht irgendwie der Eindruck, es handelt sich hier um eine jüdische Unternehmung, oder zumindest eine, die sich am Judentum orientiert. Groß und breit wird der jüdische Hintergrund dieses Gerichtes ausgefaltet. Es heißt sogar:
Der Bagel selbst verbindet aber auch durch seine weitere Geschichte Ost und West. Er "rollt" von Polen und Rußland mit den jüdischen Auswanderern nach Amerika und kommt jetzt wieder zurück nach Europa, verbindet West und Ost.
In Amerika ist der Bagel so richtig vornehm geworden: groß und dick mit vielen Füllungen und Streuseln. Aber der klassische Bagel wird immer noch mit "creamcheese and lox" belegt. Frischkäse und Lachs symbolisieren Milch und Fleisch. Die Vermischung von Milch und Fleisch ist im Judentum nicht gestattet, denn es steht geschrieben: "Du sollst ein Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen". (Deut 14: 21b) Das heißt: das Ernährende (die Milch) soll nicht vermischt werden mit dem Ernährten (dem Zicklein). Deshalb dient der Lachs hier also als "Fleischersatz". Was aber ist das Ernährende und was ist das Ernährte? Dies sind die Prinzipien von Jing und Jang, von Männlich und Weiblich, von Geist und Seele, von Ost und West. Hier
Gerade lernten wir also etwas über das Speisegebot „Fleisch & Milch” - deshalb werden auch solche Gerichte geboten:
Bagel Putenbrust
Putenbrust auf Salatbett mit Frischkäse, Gurken und Tomaten (4 €)
oder das italienische Frühstück:
Italienisches Frühstück
bestehend aus Butter, Honigmelone mit Parmaschinken, Mozzarella und Tomaten, Mortadella, Basilikum, Bagel Ihrer Wahl und Cappuccino
Die Speisekarte ist hier online.
Leider dient auch hier das Judentum als Vehikel für eine geschäftliche Unternehmung. Die Salomon Bagels bleiben also Salomon Bagels und nicht Schlomohs Bagels... weil Schlomoh dort nichts essen darf.

4 Kommentare:

Anonymous Anonym meint...

Vor einigen Jahren am Prenzlauer Berg, Aushang im "jüdischen" Restaurant:
In diesem Monat die Küche der Schweiz
Angebot der Woche : Zürcher Geschnetzeltes
Auf meine Nachfrage, ob das Fleischgericht mit Rahm serviert wird nur ein müdes "Ja". Auf meine Anmerkung, das sei dann doch nicht ganz so jüdisch die Bemerkung: Wieso, in der Schweitz leben auch Juden

1:10 nachm.  
Anonymous Juebe meint...

Salomons Bagel fing vor einigen Jahren in der Joachimstaler Strasse 13 an. Das Haus gehört der jüdischen Gemeinde und ist ganz nah beim Ku-Damm.

Damals gab es eine heftige Diskussion, ob man an einen nicht-jüdischen Betreiber vermieten könne, denn von dem könne man ja nicht verlangen, dass der Laden während Pessach dicht bleibt. Die ganze Sache löste sich so, dass Salomons Bagel während der Pessach-Tage Betriebsferien machte. Sie strapazierten damals eine merkwürdige Mischung aus jüdischem und esoterisch angehauchtem Marketing (so die Schiene von Rund sein und Ganz sein und dergleichen Trallala).

Dann wurden die Arkaden am Potsdamer Platz fertig gestellt. Das wurde dann das zweite Bagel Restaurant. Nachdem das dem Betreiber zu viel wurde, gab er den Laden samt Imbiß in der Joachimstaler Strasse an einen Freund ab. Das heißt jetzt Luna-Bagels.

Der andere hippe Laden brummt nach wie vor in den Arkaden und hat sich vom ursprünglich auf vegetarisch und Fisch beschränkten Spektrum entfernt.

12:01 vorm.  
Blogger Chajm meint...

Der nächste Laden ist soeben entstanden: Kadimah
Das KADIMA Restaurant bietet eine einzigartige, nicht koschere jüdische und russische Küche. Die jüdische Küche ist sehr vielseitig, weil sie aus allen Ländern und Kulturen das Beste vereint. Ein Unding ist es geworden, jüdische Küche und Kaschrut zu trennen...
http://www.kadima-restaurant.com/

3:59 nachm.  
Anonymous Anonym meint...

Jüdisch ist halt "hip". So interessant, fremd und doch so bekannt....! Neben Kle(eee)smer haben wir endlich eine neue Attraktion zu bieten!

7:29 nachm.  

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