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Sonntag, Februar 05, 2006

Möglicherweise interessant...

Es ist keine Kunst voreingenommen zu sein, wenn der Veranstalter der unten genannten Veranstaltung (die Gesellschaft für Jüdisch-Christliche Zusammenarbeit) zuvor Plakate in der gesamten Stadt aufhängt auf denen ein Bild von meiner Familie ist, obwohl 1.) ich nichts mit der Veranstaltung zu tun habe und 2.) auch mein Einverständnis für die Publikation nicht erteilt habe.
Dieses Manko war schnell ausgeräumt, die Ankündigungen mussten danach also ohne Bebilderung erneut ausgehängt werden.
Das ist schade, weil es sich eigentlich um einen interessanten Vortrag zu handeln scheint. Ungewöhnlich wiederum der Ort: In meiner Stadt!
Schauen wir also, worum es geht:
Dr. Rachel Monika Herweg aus Berlin spricht zum Thema:
Frauen im Judentum - Kinder, Küche, Geldverdienen?
am Donnerstag, 9. Februar, 19.30 Uhr in der VHS, Ebertstr. 19., Gelsenkirchen
Ein reich bebilderter Vortrag mit Diskussion über Rollen, Mythen und Realitäten jüdischer Frauen im Wandel der Zeit.
Welche traditionellen Bilder und Rollenvorstellungen von Frau- und Muttersein gibt es im Judentum seit biblischer Zeit? Und wie ist es heute um die Gleichberechtigung jüdischer Frauen im rechtlich-sozialen und religiös-kultischen Bereich bestellt? Seit wann "dürfen" Frauen Rabbinerin sein - und warum überhaupt?!
Rachel Herweg ist jüdische Theologin, Pädagogin, Familientherapeutin und Supervisorin. Sie ist Mitbegründerin der jüdisch-feministischen Fraueninitiative Bet Debora und in verschiedenen interreligiösen Zusammenhängen engagiert.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Jüdisch-christliche Zusammenarbeit in Gelsenkirchen in Kooperation mit der VHS. Kein Eintritt - aber anschließend wird für die Neue Synagoge gesammelt
Was ich (persönlich) noch interessanter finde, denn in dieser Synagoge werden die Frauen den G-ttesdienst von einem Balkon aus beobachten - ich vermute, dass wird bei der Vortragenden nicht für überschwängliche Zustimmung sorgen. Regelmässige Leser meines Blogs wissen um den gegenwärtigen Zustand der Gemeinde am Ort (siehe hier(Bericht von Chanukkah) oder hier (Bericht vom Tag der Veteranen)), von daher begrüße ich es also ausdrücklich, wenn in Gelsenkirchen auch einmal die moderne Seite des Judentums gezeigt wird. Nach dem Vortrag werde ich berichten, wie das beim Publikum ankam...

3 Kommentare:

Anonymous Anonym meint...

Herweg hat auch ein sehr schönes, ja fast zu schönes Buch über die Figur und Rolle der jüdischen Mutter geschrieben. Nun, angesichts der vielen Verleumdungen, die die jüdische Mutter (hier gern polania genannt...) über sich ergehen lassen muß, ist Herwegs idealisierte Sicht vielleicht wohlverdient. Ich fand es jedenfalls interessant.

Lila

10:25 nachm.  
Anonymous Anonym meint...

Kann mir bitte jemand erklären, was eine "jüdische Theologin" ist?

Eine Rabbinerin, eine Judaistin, eine jüdische Frau, die Informationen über das Judentum weitergibt oder eine Jüdin, die katholische oder evangelische Theologie sutiert hat. Sorry, ich bin ein wenig verwirrt.

Elisabeth

6:26 nachm.  
Anonymous Anonym meint...

Penina Nave-Levinson war die erste, von der als "jüdische Theologin" gesprochen wurde. Dann folgte Ruth Lapide und nun auch Monika Herweg.

Der Ausdruck "Theologin" ist sehr unglücklich, aber die christlichen Frauen suchen eben immer nach Äquivalenten. Und irgend wann ist es dann für die Jüdinnen ermüdend, immer wieder darzustelle, daß es keine "Theologen" im Judentum gibt.

1:02 vorm.  

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