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Freitag, Januar 06, 2006

Scharon durch den SPIEGEL betrachtet

Manchmal muß man sich korrigieren. Nannte ich doch den vorzeitigen Nachruf auf SPIEGEL-online von Uri Avnery geschmacklos, so muß ich nun einen Text von Henryk Broder, ebenfalls bei SPIEGEL-online erschienen, mit dem gleichen Prädikat auszeichnen: „Scharon gegen G-tt und G-tt gegen alle”.
Scharon, der jedes Hindernis, das sich ihm in den Weg stellt, niederwalzt, der gegen den Widerstand seiner politischen Weggefährten den Gaza-Streifen räumt, der den Likud vor 20 Jahren mitbegründet hat, um an die Macht zu kommen, und der den Likud nun liquidiert, um an der Macht zu bleiben. Scharon, die Nummer zwei auf der Hassliste der Gutmenschen-Internationale, der Mann, der in Belgien wegen des Blutbads von Sabra und Schattila zur Festnahme ausgeschrieben war, der seit einer Weile mit einem Revolver unter dem Kopfkissen schläft, der sich um sein Ansehen in der Welt ebenso wenig kümmert wie um sein Übergewicht. Scharon will den Lauf der Geschichte ändern.
Überhaupt interessant, dass Uri Avnery und Henryk Broder für das gleiche Medium schreiben und auch gar nichts dabei finden. Gibt es niemanden in Deutschland, der die Situation so darstellen kann, wie sie ist? Muß man die Polemik zum Selbstzweck machen?

1 Kommentare:

Blogger Daniel meint...

Das ist geschmacklose Prolemik! Schreibt eine Beschwerde an den Spiegel!

5:20 nachm.  

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