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Dienstag, September 06, 2005

Nordrhein-Westfalen fördert Kultur des Judentums - ach ja?

Zwei neue Dokumentarausstellungen sollen in Nordrhein-Westfalen über Geschichte und Kultur des Judentums in Deutschland informieren. In der Alten Synagoge von Essen werden in Kürze alle Aspekte des jüdischen Lebens in Alltag und Religion beleuchtet. Welt: Nordrhein-Westfalen fördert Kultur des Judentums
Jüdisches Leben in der Synagoge Essen? Als man im Jahre 2002 frug, ob es möglich sei, einen Nebenraum der Synagoge für jüdische G-ttesdienste zu nutzen (Vorbild Berlin), reagierte man ablehnend. Die Leiterin der Einrichtung wies dieses Anliegen relativ barsch zurück. Wenig später erschien dieser Artikel der die Vorgänge nachzeichnet und dieser Artikel im Aufbau. Dies veranlasste eine ganze Reihe amerikanischer Rabbiner und zahlreiche talmud.de-Leser Frau Brocke zu schreiben um vielleicht noch eine Umstimmung herbeiführen zu können. Das "Echo" auf diese Aktion wird sie in einem Brief später eine "beispiellose Hetzkampagne" nennen...


In genanntem Welt-Artikel heisst es weiter:
Das jüdische Leben an Rhein und Ruhr sei "wieder zur Selbstverständlichkeit" geworden, sagte Wittke , der mit Spiegel eine Broschüre zu den jüdischen Friedhöfen in NRW vorstellte. Nordrhein-Westfalen fördert Kultur des Judentums
Aha. Das jüdische Leben sei eine Selbstverständlichkeit, deshalb stellt man eine Broschüre über Friedhöfe vor. Fast könnte man meinen, dort kann man am besten mit ihnen umgehen. Obwohl Oliver Wittke, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, auch an einem konkreten lebenden Projekt beteiligt war, dem Bau der Synagoge in Gelsenkirchen (dazu siehe auch diesen Blogeintrag).

Das Bild basiert auf dem Bild "Alte Synagoge Essen" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist "Baikonur".