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Donnerstag, September 09, 2004

Die letzten Tage des...

Ein Film über Hitlers Ende soll in die deutschen Kinos kommen. Er soll angeblich von seiner „menschlichen" Seite gezeigt werden... Der Antagonist jeder Idee einer ethischen Lebensweise, derjenige, der selbst nur einige wenige als „Mensch" betrachtet hat, der soll jetzt als der „böse Onkel" mit schlechtem Ende vorgeführt werden?
Im TV-Magazin „Frontal21" erzählt ein ehemaliger SS-Mann mit Tränen in den Augen, wie er den Chef das letzte Mal sah und wie alles zu Ende ging. Die Fokussierung auf die Einzelperson lenkt doch davon ab, wofür er und die seinen verantwortlich waren - das Ende des Monsters ist keine tragische Geschichte - es ist Abschluß einer Tragödie, einer Katastrophe nie dagewesenen Ausmasses an dessen Ende Millionen Tote stehen und Abschluß einer Zeit in der industriell organisierter Massenmord Teil eines Staatsapparates war. In gleicher „Frontal 21"-Sendung, in der auch der SS-Mann gerührt erzählen durfte, erzählte auch Bruno Ganz (der Hauptdarsteller) wie er „Verständnis" für Hitler gehabt hätte:

Um die Rolle spielen zu können, sei er gezwungen gewesen «eine Art Verständnis für diesen Mann zu entwickeln. Wenn ich Hitler nur hasse, komme ich nicht an ihn heran,» so Ganz. Als nächstes würde Ganz am liebsten eine Komödie spielen. Aber auch die Rolle eines Tatort-Kommissars könnte er sich vorstellen: «Ein wirklich intelligentes Ding, mal drei oder vier Folgen lang, würd' ich gern machen.»
Endlich haben die Menschen wieder eine neue Projektionsfläche gefunden um davon abzulenken wer noch alles am „Dritten Reich" beteiligt war: Ein Großteil des Volkes - und am Ende sind alle plötzlich Opfer und „Böse" war nur einer....